Anwendung des kolloidalen Silbers

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Das kolloidale Silber lässt sich sehr einfach und flexibel anwenden.

Es ist nahezu geruchlos und geschmacklos. Manche Menschen nehmen jedoch einen leicht metallischen Geschmack wahr.

Weil kolloidales Silber eine klare Flüssigkeit ist, kann man es so einfach anwenden, als wäre es Wasser.

Doch natürlich sollte man das kolloidale Silber nicht mit Wasser verwechseln, denn es ist eine wirksame Substanz. Damit es optimal wirkt, sollte man einige Anwendungshinweise beachten.

Die beliebteste Konzentration des kolloidalen Silbers liegt bei 25 ppm. Doch auch Konzentrationen zwischen 5 ppm und 100 ppm werden benutzt.

Bei äußerlicher Anwendung wird häufiger zu hohen Dosierungen gegriffen als bei innerlicher Anwendung.

Innerliche Anwendung des kolloidalen Silbers

Die innerliche Anwendung des kolloidalen Silbers eignet sich für innere Erkrankungen. Dazu gehören vor allem Infektionen, weil kolloidales Silber Krankheitserreger abtöten kann. Aber auch gegen andere Erkrankungen, beispielsweise Depressionen, soll kolloidales Silber helfen können.

Über die beste Dosierung des kolloidalen Silbers gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Manche schwören auf niedrige Dosierungen, andere auf hohe.

Am besten probiert man die geeignete Dosis von Fall zu Fall selber aus. Bei der Dosierung gibt es auch nicht nur niedrig oder hoch, sondern auch alle Stufen dazwischen.

Generell kann man als Faustregel nehmen, dass viele Krankheitserreger auch viel kolloidales Silber brauchen und wenige Krankheitserreger nur wenig davon.

Vor- und Nachteile niedriger Dosierungen

Eine niedrige Dosierung des kolloidalen Silbers wären beispielsweise zwei Mal täglich ein bis zwei Teelöffel bei einer Konzentration von 5 ppm bis 25 ppm.

Bei niedrigen Dosierungen besteht in manchen Fällen die Gefahr, dass die Behandlung nicht hilft, weil die Silbermenge nicht ausreicht, um die Krankheitserreger abzutöten. In diesem Fall kann es sogar zu resistenten Krankheitserregern kommen, weil sie die Begegnung mit dem Silber trainieren.

Auf der anderen Seite kann eine niedrige Dosis auch genau das Richtige sein.

Erstaunlicherweise helfen niedrige Dosierungen oft sehr gut bei akuten, heftigen Krankheiten.

Auch bei sensiblen Menschen helfen niedrige Dosierungen oft sehr gut.

Niedrige Dosierungen haben zudem den Vorteil, dass man sich wegen einer eventuellen Argyrie kaum Gedanken machen muss, es sei denn, man hat eine starke Nierenschwäche.

Vor- und Nachteile hoher Dosierungen

Eine relativ hohe Dosierung wäre beispielsweise zwei Mal täglich 250 ml kolloidales Silber mit 25 ppm bis 100 ppm. Diese Menge trinkt man im Glas, am besten auf nüchternen Magen.

Mit einer hohen Dosis kann man meistens auch größere Mengen Krankheitserreger abtöten. Daher kann man mit höherer Wahrscheinlichkeit erwarten, dass die Behandlung hilft.

Bei einer hohen Dosis kann es jedoch auch eher zu Nebenwirkungen kommen. Auch eine Herxheimer-Reaktion kann leichter auftreten (siehe Seite 19). Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr, dass die guten Darmbakterien durch die hohe Dosis geschädigt werden.

Bei höheren Dosierungen besteht naturgemäß eine größere Gefahr, dass es zu einer Argyrie kommt (siehe Seite 22). Die Ansichten dazu gehen jedoch stark auseinander. Viele vorsichtige Stimmen befürchten eine baldige Argyrie schon bei vorübergehender Einnahme höherer Dosierungen von kolloidalem Silber. Manch ein Anwender nimmt jedoch über Jahre hinweg täglich zwei Gläser kolloidales Silber ein, ohne an Argyrie zu erkranken. Offenbar hängt es auch stark von der Leistungsfähigkeit der Nieren ab, wie viel Silber man verträgt.

Menschen mit Nierenschwäche sollten auf hohe Dosen kolloidalen Silbers verzichten.

Es gibt übrigens auch extreme Anwender des kolloidalen Silbers, die täglich mehrere Liter davon trinken. Auch wenn es Einzelfälle geben mag, in denen diese Menge verkraftet wird, ist von solchen extrem hohen Dosierungen jedoch abzuraten.

Vor- und Nachteile einschleichender Dosierungen

Eine beliebte Möglichkeit, um die Vorteile niedriger und hoher Dosierungen miteinander zu kombinieren ist das Einschleichen.

Bei der einschleichenden Dosierung beginnt man beispielsweise mit einem Teelöffel kolloidales Silber, zwei Mal täglich.

Wenn diese Dosis schon sehr gut gegen die Krankheit hilft, behält man sie bei.

Wenn die Heilwirkung jedoch noch nicht ausreicht, steigert man die Dosis allmählich von Tag zu Tag.

Dabei achtet man unter anderem darauf, dass die Dosis nicht so hoch ist, dass es zu Nebenwirkungen kommt. Beim Auftreten von leichter Übelkeit und Schwächegefühl verringert man die Dosis wieder.

Diese einschleichende Dosierungs-Methode hat den Vorteil, dass man ausprobieren kann, ob schon eine geringe Dosis ausreicht. Die Dosierung wird also flexibel gehandhabt.

Bei starken Beschwerden kann das Einschleichen jedoch den Nachteil haben, dass es mehrere Tage dauert, bis die Beschwerden ausreichend gelindert werden.

Dauer der Behandlung

Wie die Dosierung, so ist auch die Dauer der Behandlung mit kolloidalem Silber Gegenstand unterschiedlicher Einstellungen.

Vorsichtige Anwender verwenden das kolloidale Silber nur sehr kurz und andere setzen es jahrelang als Dauerbehandlung ein.

Unabhängig von der persönlichen Einstellung hängt die Dauer der Behandlung auch von der Art der Erkrankung ab.

Bei einer akuten Krankheit reicht es aus, wenn man das kolloidale Silber anwendet, bis die Krankheit ausgeheilt ist. Um gegen Resistenzbildung der Krankheitserreger vorzubeugen, nimmt man das kolloidale Silber am besten noch ein bis drei Tage länger ein.

Bei einer chronischen Erkrankung kommt es nur bei sehr glücklichem Verlauf schnell zu einer Heilung. Manche chronische Erkrankungen können gar nicht geheilt werden, sondern werden bestenfalls etwas gelindert. Auch schon die Linderung der Beschwerden kann bei chronischen Erkrankungen ein großer Erfolg sein.

Daher kommt man leicht in Versuchung, das kolloidale Silber dauerhaft anzuwenden, wenn es die Beschwerden lindert.

Eine dauerhafte Anwendung des kolloidalen Silbers ist jedoch eher nicht zu empfehlen. Bei Daueranwendung könnte es möglicherweise zur Argyrie kommen (siehe Seite 22). Es könnte auch passieren, dass das kolloidale Silber nicht mehr bei akuten Erkrankungen hilft, wenn man es ständig einnimmt.

Daher sollte man anstelle einer Daueranwendung immer mal wieder ausprobieren, ob es auch ohne das kolloidale Silber geht. Man kann beispielsweise Anwendungs-Pausen einlegen. Alternativ kann man auch ausprobieren, die Dosis zu verringern. Eine niedrige Dosis kann man problemloser auf Dauer anwenden als eine hohe Dosis. Man sollte also individuell ausprobieren, wie man selbst am besten klar kommt.

Von einer rein vorbeugenden Dauer-Anwendung des kolloidalen Silbers ist jedoch abzuraten.

Kolloidales Silber kann nicht vorbeugend gegen Krankheiten helfen, auch wenn häufig Gegenteiliges behauptet wird. Mit einer vorbeugenden Daueranwendung des kolloidalen Silbers bewirkt man jedoch möglicherweise, dass es nicht mehr hilft, wenn man tatsächlich krank ist.

Zu beachten bei innerlicher Anwendung

Außer der Dosierung und der Anwendungsdauer gibt es noch einige andere Aspekte bei der Anwendung des kolloidalen Silbers zu beachten.

Keine Metalllöffel verwenden: Weil Metall mit dem kolloidalen Silber chemisch reagieren könnte, sollte man stattdessen besser Porzellanlöffel oder Glaslöffel verwenden. Auch Plastiklöffel sind nicht geeignet, weil das kolloidale Silber mit dem Plastik reagieren könnte.

Auf nüchternen Magen einnehmen: Damit das kolloidale Silber zügig vom Dünndarm aufgenommen werden kann und nicht bis in den Dickdarm gelangt, sollte man es auf nüchternen Magen einnehmen. Erst eine Stunde später sollte man etwas essen.

Kein Mineralwasser dazu trinken: Mindestens zehn Minuten vor und nach der Anwendung des kolloidalen Silbers sollte man kein Mineralwasser trinken. Die Silberpartikel könnten sich sonst mit den Mineralien des Wassers zu unerwünschten Silbersalzen verbinden.

Nicht mit Wasser verdünnen: Erfahrungsgemäß wirkt das kolloidale Silber am besten, wenn man es unverdünnt einnimmt. Das gilt jedoch nicht bei Erkrankungen des Dickdarms. In diesem Fall sollte man das kolloidale Silber mit viel Wasser trinken, damit möglichst viel Silberpartikel im Dickdarm ankommen. Nach Beendigung der Behandlung sollte man eine Darmsanierung durchführen.

Lange im Mund behalten: Das kolloidale Silber sollte man möglichst lange im Mund behalten, bevor man es herunterschluckt. Dadurch kann schon ein Teil des Silbers von der Mundschleimhaut ins Blut aufgenommen werden. Die Wirkung tritt dadurch besonders schnell ein und der Darm wird weniger belastet.

Kur mit kolloidalem Silber

Bei hartnäckigen oder langwierigen Gesundheitsbeschwerden kann man das kolloidale Silber als Kur anwenden.

Eine Kur kann zwischen zwei Wochen und drei Monaten dauern, je nachdem, wie langwierig die Erkrankung ist.

Eine beispielhafte Kur wäre:

Drei Wochen lang morgens und abends auf nüchternen Magen einen Esslöffel kolloidales Silber mit 25 ppm einnehmen.

Je nach Art und Schwere der Erkrankung kann man die Dauer und die Dosierung der Anwendung variieren.

Inhalations-Spray

Ein Spray zum Inhalieren kann gegen Heuschnupfen, Nebenhöhlenentzündung, Asthma und Husten helfen.

Am besten wäre es, wenn man ein fertig zubereitetes Inhalations-Spray mit kolloidalem Silber von einer zuverlässigen Quelle, beispielsweise einer Apotheke erhalten würde. Wenn das nicht möglich ist, kann man selbst zubereitetes kolloidales Silber in eine saubere Sprühflasche füllen.

Während man auf den Sprühknopf zum Pumpen drückt, atmet man die feinen Tropfen durch Nase oder Mund ein, je nachdem, was behandelt werden soll.

Spülungen mit kolloidalem Silber

Je nach Ort einer Infektion kann man das kolloidale Silber als Spülung anwenden.

Bei einer Zahnfleischentzündung kann beispielsweise eine Mundspülung helfen.

Bei Scheideninfektionen mit Pilzen oder Bakterien kann man Scheidenspülungen durchführen und einen Tampon einführen, der mit kolloidalem Silber getränkt ist. Doch generell sollte man mit Scheidenspülungen sehr zurückhaltend sein, weil die wichtige Scheidenflora sehr empfindlich darauf reagiert. Eine Scheidenbehandlung mit kolloidalem Silber ist daher nur sinnvoll, wenn eine echte Infektion vorliegt.

Bei Augenentzündungen, beispielsweise bei einer Bindehautentzündung, können Augentropfen mit kolloidalem Silber helfen. Doch bei allen Anwendungen am Auge ist sorgfältige Hygiene sehr wichtig. Eigentlich sollte man ausschließlich fertig zubereitete Augentropfen verwenden.

Einreibungen mit kolloidalem Silber

Äußerliche Erkrankungen, wie beispielsweise Ekzeme, können durch Einreibungen und Waschungen mit kolloidalem Silber behandelt werden.

Dazu benetzt oder tränkt man ein Stück Tuch mit kolloidalem Silber und betupft die zu behandelnde Stelle.

Alternativ zu einem Stück Tuch kann man auch ein Stück Küchenkrepp oder etwas Watte verwenden.

Für die Einreibung kann man kolloidales Silber mit 25 ppm bis 100 ppm verwenden.

Diese Einreibungen kann man ein oder mehrmals täglich durchführen.

Zu Beginn der Behandlung ist möglicherweise eine mehrmalige Behandlung am Tag sinnvoll, um den Heilungsprozess in Gang zu bringen. Später reicht dann eine Einreibung einmal täglich.

Einsprühen mit kolloidalem Silber

Statt Einreibung kann man das kolloidale Silber auch auf erkrankte Hautpartien aufsprühen.

Dazu füllt man kolloidales Silber in eine Flasche mit Sprühaufsatz zum Pumpen.

Das kolloidale Silber wird dann einfach auf die Haut gesprüht.

Solch eine Sprühbehandlung ist vor allem dann sinnvoll, wenn man die zu behandelnde Stelle möglichst nicht berühren will, beispielsweise weil sie sehr empfindlich ist.

Einreibungen mit Creme aus kolloidalem Silber

Anstelle einer Betupfung mit reinem kolloidalen Silber kann man auch eine silberhaltige Creme zur Behandlung von Hauterkrankungen verwenden.

Solche Cremes erhält man bei einigen Anbietern im Handel.

Man kann sie jedoch auch selber herstellen (siehe Seite 42).

Eine Creme mit kolloidalem Silber kann man nach Bedarf bei entzündlichen Erkrankungen der Haut anwenden.

Die erkrankten Hautbereiche werden ein oder mehrmals täglich mit der Creme eingerieben.

Bei der Nutzung einer Creme mit kolloidalem Silber sollte man jedoch immer berücksichtigen, dass es sich um eine medizinische Creme handelt. Gesunde Haut sollte nicht damit eingecremt werden, wenn kein Heilungsbedarf besteht.

Umschlag mit kolloidalem Silber

Eine intensive äußerliche Anwendung des kolloidalen Silbers ist ein Umschlag.

Für einen solchen Umschlag tränkt man ein Tuch mit kolloidalem Silber. Geeignete Konzentrationen dazu sind 25 ppm bis 100 ppm.

Dieses Tuch legt man auf die zu behandelnde Stelle.

Darüber legt man wahlweise ein weiches Stück Plastikfolie, ein dickes Stück Frottee oder ein Wolltuch, um die Feuchtigkeit abzuhalten.

Bei Bedarf fixiert man den Umschlag mit einem Verband, den man jedoch nur locker wickeln sollte, um unnötigen Druck zu vermeiden.

Solch ein Umschlag kann mehrere Stunden oder über Nacht auf der zu behandelnden Stelle verbleiben.

Bei Bedarf kann man ihn anschließend wiederholen.

Ein Umschlag mit kolloidalem Silber eignet sich beispielsweise zur Behandlung von Furunkeln oder bei offenen Beinen.

Zur Behandlung von Warzen kann man ein kleines Wattebällchen mit kolloidalem Silber (100 ppm) tränken und mit einem Pflaster auf der Warze fixieren. Das Pflaster erneuert man jeweils nach einem Tag. Diese Anwendung wiederholt man drei Wochen lang oder bis die Warze abfällt.

Ein Pflaster mit kolloidalem Silber eignet sich auch für die Behandlung von kleinen Wunden. Durch das kolloidale Silber verhindert man eine Infektion der Wunde.

Bad mit kolloidalem Silber

Kleine Körperteile kann man in kolloidalem Silber baden.

So kann man beispielsweise ein Schnapsglas mit kolloidalem Silber füllen und einen Finger darin baden.

Diese Behandlung eignet sich unter anderem bei Nagelbettentzündung.

Für größere Körperteile würde man jedoch zu viel kolloidales Silber brauchen, dass ein Bad sinnvoll wäre.

Daher nimmt man für die Behandlung größerer Körperteile besser eine Einreibung, eine Einsprühung oder einen Umschlag.


 


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